Am Montag, den 27. April 2026, stand die IGS Morbach für die Stufen 5 bis 8 wieder ganz im Zeichen von Bewegung und sportlichem Ehrgeiz: Der diesjährige Tag des Sportabzeichens brachte die Schüler/innen bei zunächst kühlem, aber dann bestem Wetter auf dem Sportplatz zusammen.
Von der ersten Minute an war die Motivation spürbar. Bei den Disziplinen Sprint, Ausdauerlauf, Hochsprung, Seilspringen, Ballwurf oder Standweitsprung gab die Schülerschaft ihr Bestes, feuerte sich gegenseitig an und kämpfte engagiert um Punkte für das Deutsche Sportabzeichen.
Für zusätzliche Motivation sorgte eine Musikanlage, die den ganzen Vormittag über für gute Laune sorgte – eine tolle Unterstützung für die sportlichen Leistungen auf dem Platz. Danke an Herrn Bollig, der dies möglich machte.
Unser herzlicher Dank gilt auch dem DRK, das uns wie immer bei solchen Veranstaltungen professionell zur Seite stand.
Wir danken darüber hinaus allen beteiligten Lehrer/innen, Helfer/innen, unserem Hausmeister Herr Marx und vor allem unseren sportlich aktiven Schüler/innen für diesen gelungenen Tag.
Am Wandertag am 27.04.2026 waren die Jahrgänge 9 bis 12 unserer Schule aktiv unterwegs, während die Klassen 5–8 parallel auf dem Sportplatz ihre sportlichen Leistungen unter Beweis stellten.
Die Klasse 9b beispielsweise startete frühmorgens bei bestem Wetter zu einer Wanderung zum Sportplatz in Bischofsdhron. Dort angekommen, wurde das Gelände sofort intensiv genutzt. Beim Fußballspielen, teils sogar mit Stollenschuhen, zeigten viele ihr Können. Gleichzeitig wurde Beachvolleyball gespielt, während andere die Sonne entspannt auf Picknickdecken genossen. Zur Mittagszeit sorgten Würstchen vom Grill für die nötige Stärkung, bevor die Klasse gut gelaunt den Rückweg zur Schule antrat. Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag mit Bewegung, Gemeinschaft und guter Laune.
Für die Stufe 12 ging die Reise etwas weiter. Sie verbrachte ihren Exkursionstag in der Stadt Luxemburg. Während eines Stadtbummels lernten die Schülerinnen und Schüler die beeindruckende Architektur der Stadt kennen, darunter bspw. die Liebfrauenkathedrale Notre-Dame de Luxembourg. Zum Abschluss nahm die Stufe an einer Führung im EU-Besucherzentrum teil, bei der spannende Einblicke in die Aufgaben, Zusammensetzung und aktuellen Fragestellungen der Europäischen Union vermittelt wurden.
Der Tag bot allen Beteiligten abwechslungsreiche Erlebnisse außerhalb des Schulalltags.
Endlich war es soweit: Nachdem wir im August bereits unsere Partnerschule in Storvorde im Norden Dänemarks besuchen konnten, stand nun der Gegenbesuch in Morbach an. Wochen der Vorbereitung ließen die Vorfreude stetig wachsen. Man wollte schließlich, dass es dem Gast gut gefällt. Und neben der Planung der Freizeitaktivitäten nach der Schule, mussten natürlich auch die Zimmer für die Gastschüler passend hergerichtet werden. Schnell wurde da auch mal die Notwendigkeit erkannt, das eigene Zimmer umzugestalten, indem alle eigenen Poster für eine Woche entfernt wurden: Es kommt schließlich ein Mädchen zu Besuch – das soll sich ja wohlfühlen und nicht von großen Sportwagen abgeschreckt werden.
Aber auch auf dänischer Seite wurde die Aufregung von Tag zu Tag größer und entlud sich in – nennen wir es – interessanten Ängsten: „Was mache ich denn, wenn die Deutschen morgens immer im Anzug und Abendkleid frühstücken?“ Am Tag der Anreise hätte man fast glauben können, dass sich die dänische und deutsche Bahn im Versuch, die Anreise zu unterbinden, abgestimmt hätten. Doch trotz ausgefallener Züge, Schienenersatzverkehr und anderer Widrigkeiten lagen wir uns abends kurz vor Mitternacht am Bahnhof in Bullay endlich in den Armen. Dafür zeigte sich das Wetter während der gesamten Woche – ideal für unser Thema: „Flora und Fauna im Vergleich“ – von seiner schönsten Seite, sodass die Aktivitäten in der Natur gleich doppelt Spaß machten.
Aber zunächst stand das Kennenlernen der Schule an, bei dem die Dänen insbesondere von unseren Schulküchen und Hühnern angetan waren. Die dänische Mentalität ließ sie aber in für uns ungewohnte Weise kombinieren: „Das ist eine super Idee, dass ihr hier die Hühner züchtet und dann mit den Schülern in der Küche verarbeiten könnt. Das hatten wir früher auch mal, aber irgendwann wurden nach dem Essen keine neuen mehr angeschafft.“
Danach gab es dann Spiele zum Problemlösen, bei denen insbesondere der persönliche Erfolgsdrang so manchem deutschen Jungen zum Problem wurde, bevor der Tag mit im Vorfeld angefertigten Präsentationen über Moore beendet wurde.
Am Folgetag lag der Fokus auf der Betrachtung verschiedener Tiere und Pflanzen im Umfeld von Gewässern. So begannen wir am Morgen an einem Teich und betrachteten dort Flora und Fauna – wobei es erneut zu Enttäuschungen kam, da die dortigen Fische nicht zum Verzehr genutzt werden… Anschließend machten wir uns auf den Weg an die Mosel. Mit der Sonne hoch am Himmel war die kurze Wanderung ein Genuss und wir konnten viele verschiedene Tiere, insbesondere Eidechsen, beobachten. Der Tag war für alle, die ihn bis zum Ende miterleben durften, ein voller Erfolg.
Den Donnerstag verbrachten wir im Tierpark Bell, um uns über verschiedene Tierarten zu informieren. Im Fokus standen dabei sowohl heimische Arten als auch Tiere, die eigentlich nicht im Hunsrück leben, sich aber bei passender Pflanzenzusammenstellung auch bei uns sehr wohlfühlen. Bei einer Führung mit Tierfütterung erlebten wir hautnah, dass Kattas gern auf Tuchfühlung gehen, wenn sie auf Futter spekulieren. Darüber hinaus lernten wir eindrücklich, wie wichtig Tier-, aber auch Umweltschutz ist und mit welchen einfachen Möglichkeiten jeder von uns einen Beitrag dazu leisten kann.
Den Abschluss des Projekts bildete ein Workshop im Ortelsbruch, bei dem wir insbesondere die Hochmoore im Naturschutzgebiet „Lille Vildmose“ in Dänemark mit dem Gebiet „Hangbrücher bei Morbach“ verglichen. Dabei stellten wir fest, dass beide Gebiete zwar sehr unterschiedlich in ihrer Entstehung sind – große „Badewannen“ voller Wasser in Dänemark im Vergleich zum kontinuierlichen Wasserfluss aus Regenwasser und Grundwasser in Morbach -, aber auch viele Gemeinsamkeiten aufweisen: Der Mensch hat in beiden Gebieten viele Naturräume zerstört, um den Boden wirtschaftlich nutzbar zu machen. In beiden Regionen wird versucht, den natürlichen Zustand wieder herzustellen und damit Tieren und Pflanzen langfristig eine Heimat zu bieten und gleichzeitig auch dem Menschen zu helfen, indem das Moor beispielsweise als natürlicher CO2-Speicher fungiert. Eine weitere Gemeinsamkeit ist auch: Von uns wird die vollständige Wiederherstellung niemand mehr erleben.
Denn das Torfmoos wächst im Schnitt nur 1mm pro Jahr. Um die in Morbach natürliche Höhe von 1-2 Metern zu generieren, dauert es damit eben ein- bis zweitausend Jahre. Und in Dänemark reden wir von einer natürlichen Höhe von 6m… So wurde uns nochmal allen deutlich, wie wichtig Umweltschutz ist und dass man zerstörte Regionen nicht mal eben wieder schnell neu aufbauen kann.
Wie bereits an den Tagen zuvor, durfte natürlich auch an diesem Tag das Essen nicht fehlen: Die Biologen zeigten uns im Ortelsbruch für uns gänzlich neue Leckereien, wie beispielsweise junge Buchenblätter oder frische Triebe ausgewählter Nadelbäume. Die Begeisterung für den Geschmack konnten dabei nicht alle teilen. Anders sah es dann am Abschlussabend aus. Die Hunsrückspezialität „Schwenker“ kam bei allen super an.
Nach einer kurzen Nacht endete die Woche in Morbach am frühen Samstagmorgen tränenreich am Bahnhof in Wittlich mit der klaren Bitte: „Können wir nächstes Jahr nochmal Erasmus mit den Dänen machen?“
In unserer Bastel‑AG entstehen Woche für Woche Projekte, die zeigen, wie vielseitig und inspirierend kreatives Gestalten sein kann. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit unterschiedlichen Techniken – von der Gestaltung von Leinwänden mit Acrylfarben über Linoldruck bis hin zur Serviettentechnik.
Aktuell widmen wir uns der Gestaltung von Muttertags‑ und Vatertagsgeschenken. Dabei entstehen unter anderem dekorative Trockenblumen‑Windlichter, selbst hergestelltes Badesalz oder aromatische Grillgewürzmischungen. Jede Arbeit ist ein individuelles Ergebnis sorgfältiger Planung und liebevoller Umsetzung.
Besonders schön ist die spürbare Freude am gemeinsamen Gestalten. Mit viel Spaß, Kreativität und gegenseitiger Unterstützung entwickeln die Schülerinnen und Schüler immer wieder neue Ideen und Ergebnisse, auf die sie stolz sein können. Wir freuen uns schon jetzt auf die vielen weiteren Projekte, die im Laufe des Schuljahres noch entstehen.
Im Grundkurs Bildende Kunst der Jahrgangsstufe 12 der IGS Morbach fand kürzlich ein besonderer Workshop zum Thema Bildgestaltung in der Fotografie statt. Als externer Experte konnte Lothar Franz, Fotodesigner aus Morbach und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Holzmuseums, für die Durchführung gewonnen werden.
Zu Beginn vermittelte Herr Franz den Schülerinnen und Schülern wichtige Grundlagen der Bildgestaltung sowie praktische Hinweise zu Kameraeinstellungen, die für gelungene Fotografien entscheidend sind. Anschließend besuchte der Kurs gemeinsam das Holzmuseum, dessen Ausstellungsstücke und Räumlichkeiten vielfältige Anregungen für fotografische Motive boten.
Im Rahmen praktischer Übungen setzten die Teilnehmenden das neu erworbene Wissen direkt um. Die entstandenen Fotos wurden anschließend gemeinsam betrachtet und besprochen, wobei Bildwirkung, Komposition und Aussage reflektiert wurden. Zum Abschluss des Workshops reichte jede Schülerin und jeder Schüler ein selbst aufgenommenes Foto zum Thema „Holz“ ein, ergänzt durch eine kurze Bildunterschrift, die die gewünschte Bildaussage erläutert.
Die Ergebnisse dieses Projekts werden ab dem 17. Mai im Holzmuseum im Rahmen einer Diashow der Öffentlichkeit präsentiert.
Ein großer Dank gilt Herrn Lothar Franz für seine engagierte Unterstützung, seine fachliche Expertise und die gelungene Zusammenarbeit.
Bildunterschrift: Der Holzzaun zeigt die Kraft von Wind und Meer, bleibt aber stark und wird Teil der wilden Natur am Meer. Anastacia Drantmann
Die Pferde waren gesattelt, die Taschen gepackt und die Gruppe bereit zum Aufbruch nach Carcassonne: Vor uns lag eine Woche in Südfrankreich, die ganz unter dem Motto „Mobilität in der Antike und Gegenwart“ stehen sollte.
So trafen wir uns am Samstag, den 11.04.2026, um gemeinsam unsere „25.000 Pferde starke Kutsche“ nach Paris zu besteigen. Die Fahrt im TGV verging zunächst wie im Flug und ließ die weite Entfernung schnell relativ erscheinen. Doch dann bekamen wir eine Ahnung davon, wie sich Reisen in der Antike angefühlt haben musste – langsam. Sehr langsam. Der Zug stoppte. Sicherheitsbedenken. Ein durchbrochener Zaun am Gleisbett. Ursachenforschung, Streckenprüfung, langes Warten. Schließlich ging es nach zwei Stunden im Tempo eines Pferdes weiter – aus Sicherheitsgründen. So musste es sich also anfühlen, wenn man auf einer langen Strecke einfach nicht vorankam.
Am Ende kamen wir dennoch an: Die erste Zwischenetappe war erreicht – Paris, die Stadt der Liebe. Richtig losgehen konnte es aber auch hier zunächst nicht. Irgendwie hatten es verschiedene Türen auf unsere Gruppe abgesehen: Anna wurde am Metroeingang eingeschlossen und musste von zwei Männern befreit werden, während es Alessandro im Hotel erwischte – dort wurde die Tür schließlich „fachmännisch“ zerlegt.
Trotz dieser Zwischenfälle blieb uns noch ausreichend Zeit, um einige der berühmten Pariser Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, den Louvre oder andere Highlights zu besichtigen.
Am Sonntag ging es schließlich mit dem TGV weiter nach Carcassonne, wo wir herzlich von unseren französischen Gastgeberinnen und Gastgebern empfangen wurden.
Der Montag markierte den Start des eigentlichen Programms. Zunächst stand das gegenseitige Kennenlernen in der Schule auf dem Plan – und das brachte auch unerwartete Herausforderungen mit sich. So lautete eine Aufgabe: „Finde einen Vegetarier aus einer anderen Nation.“ Angesichts der Essgewohnheiten der übrigen Teilnehmerländer erwies sich dies für die deutschen Schülerinnen und Schüler als nahezu unmöglich.
Im Anschluss begann die inhaltliche Arbeit. Wir lernten, dass die Kombination aus Hügel, Fluss und vergleichsweise mildem Klima Carcassonne bereits seit Jahrtausenden zu einem attraktiven Siedlungsort macht. Auch zur Zeit der Römer war die Stadt von großer Bedeutung, wovon zahlreiche Überreste in der Cité bis heute zeugen. Unter dem Gesichtspunkt der Mobilität spielte Carcassonne ebenfalls eine wichtige Rolle: Narbonne, der zweitgrößte römische Hafen nach Ostia (dem Hafen Roms), lag nur etwa einen Tagesmarsch entfernt.
Genau diese bedeutende Hafenstadt war am Dienstag unser nächstes Ziel. Wir folgten dem Verlauf der Via Aquitania von Carcassonne nach Narbonne, wo uns ein noch erhaltener Abschnitt einer römischen Straße spannende Einblicke in die Reisebedingungen der Antike bot. Für Narbonne war jedoch der Hafen noch wichtiger als die Straßen. Als zweitgrößter Hafen des Römischen Reiches war er ein zentraler Umschlagplatz, insbesondere für lebenswichtige Güter wie Getreide aus Ägypten. Ob die Bevölkerung ausreichend versorgt war oder hungern musste, hing maßgeblich von der Seefahrt ab.
Neben diesen Einblicken in die Mobilität erfuhren wir auch, wie bereits in der Antike Salz gewonnen wurde. Dazu besuchten wir eine Saline, deren Funktionsweise im Grundsatz bis heute unverändert ist. Meerwasser wird über ein Jahr hinweg in großen Becken verdunsten gelassen, bevor am Ende das zurückbleibende Salz geerntet wird. So erklärt sich auch, weshalb Salz in der Antike ein kostbares Luxusgut war.
Der Mittwoch widmete sich dann einem ganz anderen Themenbereich: Welche Werte soll die Europäische Union vertreten? In den Diskussionen wurde deutlich, dass den Teilnehmenden aller Länder unter anderem Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Fairness und ein gutes Bildungssystem besonders wichtig sind. Daneben kamen jedoch auch außergewöhnliche – und teils sehr fragwürdige – Problemlösungsvorschläge zur Sprache, etwa der Wunsch nach einem Staat mit Todesstrafe, bei der die Hingerichteten anschließend „zu Essen verarbeitet“ würden – angeblich aus Gründen des Tierschutzes.
Am Donnerstag rückte erneut das Projektthema in den Mittelpunkt. Wir fuhren nach Toulouse, um dort sowohl die antiken Ursprünge der Stadt als auch ihre Bedeutung in der Gegenwart kennenzulernen. Nicht ohne Grund hat Airbus hier eines seiner Stammwerke: Viele bedeutende Fortschritte in der Luftfahrt wurden in Toulouse erreicht. An diesem Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen, konnten wir nachvollziehen, wie sich Mobilität über die Jahrtausende verändert hat – und welche Vor-, aber auch Nachteile die moderne Luftfahrt mit sich bringt.
Am letzten Tag setzten wir die Workshoparbeit in der Schule fort, bevor am Nachmittag eine letzte gemeinsame Aktivität auf dem Programm stand: das Kennenlernen traditioneller französischer Spiele. Nach einer Woche, in der das Wetter mit Schnee, Sturm und Kälte wirklich alles geboten hatte, zeigte sich Carcassonne nun von seiner besten Seite. 28 Grad am See – eigentlich perfektes Badewetter. Doch die Lehrkräfte erwiesen sich zunächst als Spielverderber. Bis Frau Hauths Mütze „versehentlich“ im Wasser landete und sie diese „leider“ herausschwimmen musste.
So endete am Samstag eine erlebnisreiche und intensive Woche mit tränenreichen Abschieden am Bahnhof von Carcassonne. Die vielen neu geknüpften Freundschaften lassen uns jedoch sicher sein: Irgendwann sehen wir uns wieder.