
Unser Sekretariat ist in der ersten sowie letzten Ferienwoche von 09:00 Uhr – 12:00 Uhr geöffnet.

Unser Sekretariat ist in der ersten sowie letzten Ferienwoche von 09:00 Uhr – 12:00 Uhr geöffnet.
Was passiert, wenn man Schülerinnen und Schülern eine Woche lang die Regie über ihr eigenes Lernen überlässt? Die Antwort: Es entstehen beeindruckende Meisterwerke, tiefgründige Recherchen und eine ganz besondere Lernatmosphäre. Zum Abschluss des Schuljahres feierte die „Fokus-Woche“ in den 9. Klassen sowie der Klasse 6c eine erfolgreiche Premiere.
Das Prinzip war einfach, aber wirkungsvoll: Jede(r) Jugendliche durfte sich ein ganz persönliches Herzensprojekt aussuchen, dieses im Vorfeld bei der Klassenleitung vorstellen und anschließend eine Woche lang intensiv und eigenständig daran arbeiten. Wer lieber in einem strukturierten Rahmen lernen wollte, fand Platz in einer angeleiteten Gruppe.
Beeindruckende Themenvielfalt
Die Bandbreite der eingereichten Ideen war beeindruckend und zeigte, wie vielfältig die Interessen unserer Schülerschaft sind. Während in den einen Räumen hochkonzentriert Schach gespielt, Aquarelle gemalt oder kreative Blumen aus Pfeifenputzern und Häkeluntersetzer entstanden, tauchten andere tief in die Wissenschaft und Literatur ab. Es wurde die japanische Kultur untersucht, das Leben der Ameisen erforscht, die historische Entwicklung des Fußballs analysiert und literarisch in die Welt von „Daughter of the Pirate King“ eingetaucht. Sogar vor hochkomplexen Themen wie der Chaostheorie und den Geheimnissen der Quantenwelt machten die Schüler:innen keinen Halt.
Die Lehrkräfte nahmen in dieser Zeit eine neue Rolle ein: Sie begleiteten die Jugendlichen als Mentor:innen und hielten den organisatorischen Rahmen – eine Erfahrung, die für eine entspannte und produktive Arbeitsstimmung sorgte.
Flexibel trotz Hitzefrei
Selbst die erste große Hitzewelle des Jahres konnte den Tatendrang nicht bremsen. Da es von Montag bis Donnerstag aufgrund der extremen Temperaturen bereits ab 11:30 Uhr „hitzefrei“ gab, war die Arbeitszeit zwar stark verkürzt, doch die Schüler:innen nutzten die verbleibenden Stunden umso intensiver und fokussierter.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Schulehrungen und Zeugnisausgabe, deshalb passte der geplante Gallery Walk am Donnerstag leider nicht mehr in den verkürzten Zeitplan. Die Ergebnisse sind jedoch viel zu schade, um ungesehen zu bleiben! Deshalb steht fest: Die angemessene Präsentation der Plakate wird zu Beginn des neuen Schuljahres nachgeholt. Die Mitschüler:innen dürfen sich also schon jetzt auf eine inspirierende Ausstellung freuen.
Wir sind stolz auf das Engagement und die Selbstständigkeit unserer Schüler:innen und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung der Fokus-Woche am Ende des kommenden Schuljahres!

…hieß es in der letzten Schulwoche für unsere Fünftklässler. Bei hochsommerlichen Temperaturen bot das erstmalig durchgeführte Schwimmprojekt nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern vor allem die Möglichkeit, wichtige Kompetenzen im Wasser zu erlernen und auszubauen.
Mit viel Motivation und Einsatz arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Sportlehrkräften an unterschiedlichen Schwerpunkten. Von der Wassergewöhnung über das Brustschwimmen bis hin zum Tauchen und weiteren Schwimmtechniken wurde fleißig geübt, ausprobiert und verbessert. Dabei standen sowohl die Sicherheit im Wasser als auch die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt.
Der Einsatz aller Beteiligten wurde belohnt und zahlreiche Schülerinnen und Schüler konnten im Verlauf der Woche erfolgreich Schwimmabzeichen erwerben:
14x Seepferdchen
43x Bronze
15x Silber
Ein besonderer Dank gilt dem Morbacher Schwimmbad mit seinem Team sowie der DLRG. Durch die Bereitstellung von Materialien und die Nutzung der Schwimmbadeinrichtungen wurde dieses Projekt überhaupt erst möglich. Solche Kooperationen sind von unschätzbarem Wert, denn nur gemeinsam lassen sich wichtige Projekte wie die Schwimmausbildung erfolgreich umsetzen – oder, passend zum Anlass, „ins Schwimmen bringen“.
Wir sind stolz auf unsere motivierten Schwimmer und bedanken uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Lehrkräften sowie den uns unterstützenden Oberstufenschülerinnen Lindsay Heinz & Hannah Takar für die gelungene Woche. Die positiven Erfahrungen und Fortschritte zeigen, wie wichtig solche Angebote sind. Daher hoffen wir, das Schwimmprojekt auch im kommenden Schuljahr fortsetzen und damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Schwimmfähigkeit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler leisten zu können.
Die Tutoren und Sportlehrkräfte der Stufe 5
Im Rahmen des Chemie-Unterrichtes besuchte Herr Markus Wirz der Firma Papier Mettler KG die zehnten Klassen der IGS Morbach. Denn das im Lehrplan verankerte Themenfeld „Schöne neue Kunststoffwelt“ eignet sich hervorragend dafür, auch mal von einer anderen Seite betrachtet zu werden, nämlich von Seiten eines europaweit führenden Betriebes im Bereich der Kunststoffverarbeitung. Dabei ging es zuerst um das theoretische Basiswissen, das mit Kunststofferkennungsproben gespickt war. Denn allein die Brennprobe kann schon viel darüber aussagen, um welchen Kunststoff es sich handeln könnte. Riecht er süßlich oder doch eher nach Horn? Anschließend ging es vornehmlich um das Thema Kunstoffrecycling und um die Möglichkeiten der Nachhaltigkeit und Ressourcenoptimierung. Zum Abschluss stellte Herr Wirz die Firma Papier Mettler und ihre Ausbildungsberufe genauer vor. Die Schülerinnen und Schüler hatten folglich die Möglichkeit, Expertenwissen aus dem Bereich der Kunststoffe abzugreifen. Somit ergibt sich ein weiterer Baustein für den MINT-Bereich der IGS Morbach, die ja als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet ist und von Papier Mettler KG hierbei finanziell unterstützt wird.
Mit einem Zitat des römischen Dichters Ovid eröffnete die Erasmus+-AG ihre Sonderausstellung „Schönheits- und Körperpflege bei den Römern“ im Belginum. Im Mittelpunkt des einjährigen Projekts stand eine ungewöhnliche Frage: „Wie rochen eigentlich die Römer?“
Gemeinsam mit Partnerschulen in Monza, Sofia und Carcassonne erforschten die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Körperpflege, Kosmetik und Düften im römischen Alltag. Unterstützt wurden sie dabei vom Belginum und insbesondere von der Archäologin Frau Haßlinger, die das Projekt fachlich begleitete.
Die Jugendlichen werteten antike Quellen aus und stießen dabei auf Autoren wie Ovid und Martial. Deren Texte lieferten Hinweise auf die Zusammensetzung römischer Parfums und Schönheitsvorstellungen. Schnell wurde deutlich, dass sich die Wahrnehmung angenehmer Düfte über die Jahrtausende kaum verändert hat. In eigenen Experimenten rekonstruierten die Schülerinnen und Schüler antike Duftmischungen und untersuchten deren Herstellung. Dabei erfuhren sie, dass Pflanzen, Harze, Honig, Olivenöl oder sogar Rinderfett nicht nur als Duftstoffe dienten, sondern oft auch pflegende oder konservierende Eigenschaften besaßen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage nach dem römischen Schönheitsideal. Die Recherche zeigte jedoch, dass es aufgrund der Größe und langen Geschichte des Römischen Reiches kein einheitliches Ideal gab. Stattdessen fanden die Jugendlichen zahlreiche Parallelen zu heutigen Schönheits- und Beziehungsvorstellungen.
Neben der Herstellung antiker Kosmetika experimentierte die Gruppe auch mit Repliken römischer Gegenstände zur Körperpflege. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind nun in der Ausstellung zu sehen und werden durch Videos zur Anwendung der Objekte ergänzt.
In seiner Ansprache würdigte Projektleiter Herr Kurz das Engagement der Teilnehmenden. Das Projekt habe gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, Ausdauer und die Bereitschaft seien, auch aus Rückschlägen zu lernen. Die Ausstellung macht deutlich, wie lebendig Geschichte vermittelt werden kann – und dass selbst eine scheinbar einfache Frage spannende Einblicke in die Antike eröffnet.
Die Ausstellung kann noch bis zum Herbst im Belginum besichtigt werden.
Wer beim Titel Moulin Rouge lediglich an Tanz, „Glitzer“ und große Gefühle denkt, übersieht die eigentliche Botschaft des Musicals. Die Schülerinnen und Schüler des Musik-Grundkurses 12 der IGS Morbach stellten im Verlauf ihrer Unterrichtsreihe fest, dass sich hinter dem berühmten „Spectacular, Spectacular“ weit mehr verbirgt als bloße Unterhaltung.
Nach der gemeinsamen Sichtung des Films im „Schulkino“ analysierten die Schülerinnen und Schüler zunächst Handlung, Figuren und musikalische Gestaltung. Dabei rückten zunehmend gesellschaftliche Fragestellungen in den Mittelpunkt. Themen wie Freiheit, soziale Ungleichheit, Macht, Einfluss und gesellschaftliche Teilhabe erwiesen sich als überraschend aktuell.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Gruppe der sogenannten Bohèmiens – Künstler, Schriftsteller und Freigeister, die für Freiheit, Kreativität und ein selbstbestimmtes Leben eintraten. Im Musical stehen sie einer Gesellschaft gegenüber, in der Geld, Besitz und gesellschaftlicher Status häufig darüber entscheiden, wer Einfluss hat und wer nicht. Die Schülerinnen und Schüler erkannten dabei Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Diskussionen. In ihren Beiträgen setzten sie sich unter anderem mit der Frage auseinander, welchen Einfluss wirtschaftliche Macht auf politische und gesellschaftliche Entscheidungen haben kann und zogen dabei Verbindungen zu aktuellen Persönlichkeiten und Entwicklungen unserer Zeit.
Auch der Begriff des Hedonismus spielte in den Diskussionen eine Rolle. Die schillernde Welt des Moulin Rouge steht für Vergnügen, Konsum und die Suche nach persönlichem Glück. Gleichzeitig zeigt die Handlung aber auch die Schattenseiten einer Gesellschaft, in der Geld und Macht häufig wichtiger erscheinen als Menschlichkeit, Solidarität und Freiheit. Gerade dieser Spannungsbogen machte das Musical für die Schülerinnen und Schüler besonders interessant.
Im Anschluss an die Analyse konnten die Lernenden ihre Erkenntnisse kreativ umsetzen. Dabei entstanden Plakate, Lapbooks, künstlerische Gestaltungen, Bühnenmodelle und weitere kreative Produkte, die zeigen, wie unterschiedlich kulturelle Werke interpretiert werden können.
Die Unterrichtsreihe machte deutlich, dass Musikunterricht weit mehr ist als das Erlernen musikalischer Inhalte. Kunst und Musik eröffnen Zugänge zu gesellschaftlichen Fragestellungen und laden dazu ein, über Freiheit, Verantwortung, Macht und demokratische Werte nachzudenken. Moulin Rouge erwies sich dabei als überraschend aktuelles Beispiel dafür, wie Kultur Menschen dazu anregen kann, ihre eigene Gesellschaft kritisch zu betrachten.
So wurde aus einem Musical voller Musik, Farben und Emotionen eine spannende Auseinandersetzung mit Fragen, die heute aktueller sind, denn je.