Klassenmeisterschaften 2026 an der IGS-Morbach

In der Woche vom 23.03.2026 bis 27.03.2026 finden die diesjährigen Klassenmeisterschaften der Stufen 5 – 8 und vom 17.06.-18.06.2026  der Stufen 9 und 10 in der Baldenauhalle statt.

Schülerinnen und Schüler treten dabei jahrgangsweise in verschiedenen Sportarten gegeneinander an und können ihr sportliches Können zeigen.

Diese Sportarten der jeweiligen Stufen stehen auf dem Programm:

Die Klassenmeisterschaften bieten eine tolle Gelegenheit, Teamgeist und Fairness zu zeigen.
Wir freuen uns auf spannende Spiele, faire Wettkämpfe und eine gute Stimmung in der Halle.
Weitere Informationen zum genauen Ablauf erhalten die Klassen rechtzeitig über ihre Sportlehrerinnen und –lehrer.

Viel Erfolg und vor allem Spaß wünscht euch der Kurs „Sport und Gesundheit“ der Stufe 10!

Unser Makerspace nimmt Formen an

 

Was bisher geschah:

Angefangen hat es mit einer Arbeitsgemeinschaft, welche sich als Ziel gesetzt hat, einen Raum zu gestalten, aber nicht irgendeinen Raum, sondern einen, der geeignet ist, Träume und Ideen umzusetzen. Einen Makerspace für alle Interessierte!

Was ist das? Ein Makerspace ist ein Raum, ein Ort der Gestaltung, ein kreativer Freiraum, der Werkzeuge und Materialien beherbergt, mit denen man Ideen, vor allem aus dem MINT-Bereich, umsetzen kann.

In den ersten Wochen recherchierten wir, was ein Makerspace genau ist und entschieden uns, auch mithilfe einer Umfrage, für Themenbereiche, welche wir umsetzen wollen. Gleichzeitig bereiteten wir uns auf unsere anstehende MINT-Fahrt vor. Vom 2910.-31.10.2025 war es dann so weit: Wir fuhren nach Heilbronn und besuchten dort einen Makerspace. Nach drei Tagen voll Chaos und Motivation ging es dann zurück und wir gingen in die ernsthafte Planungs- und Werbungsphase über…

(Chayenne Weyand & Florine Wedertz, 10c)

Umbau im Makerspace:

Seit Anfang des Schuljahres wird der Makerspace geplant – und jetzt ganz konkret für den Raum C005. Die ersten Umbaumaßnahmen haben nun auch begonnen. Im zukünftigen Makerspace sollen die Themen 3D-Druck/-Scan, Virtuelle -, Mixed – und Augmented Reality, Robotik/Coding, Künstliche Intelligenz, Textilien, Video- und Audioproduktion im Vordergrund stehen. Beim 3D-Druck kann quasi jeder alles Mögliche in 3D drucken. Die virtuelle Realität (VR) hat im Gegensatz zur AR, die nur ein paar Extras bei der Realität hat, nichts mit der realen Welt mehr zu tun. In der Mixed Reality (MR) ist beides vorhanden. Realität und Fantasie werden hier gekonnt miteinander vermischt. In der Robotik kann man lernen, verschiedene Roboter zu steuern. Mit Künstlicher Intelligenz kann man das Arbeiten mit VR und Robotik verbessern. Beim Bereich Video/Audio kann jeder selbst Filme und Podcasts erstellen. Im Moment wird noch alles geplant und vorbereitet, aber im nächsten Schuljahr soll der Makerspace in C005 fertig sein und kann (hoffentlich) vollständig genutzt werden.

(Hanna Jörg & Leonie Karg, 8d)

Der Makerspace wird gefördert durch die Initiative ZUKUNFT MITGEMACHT, einer Gemeinschaftsaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes, ROSSMANN und Procter & Gamble.

„Wie rochen eigentlich die Römer?“ Erasmus+ AG und Partnerschulen klären Fragen

Kein Deo, keine Duschen, keine Toilettenspülungen! “Die spinnen doch, die Römer!”, würde ein berühmter Gallier sagen…oder die Schüler: “Boah, die Römer müssen ja immer gestunken haben und dreckig gewesen sein.”

Aber war es in der Antike wirklich so? Waren die Menschen damals immer dreckig und haben gestunken?
Unter anderem mit diesen Fragen hat sich die Erasmus+ AG diesem Schuljahr in Kooperation mit den Partnerschulen aus Monza (Italien), Carcassonne (Frankreich) und Sofia (Bulgarien) beschäftigt.

Und da stand am Anfang zunächst einmal die Recherche: Wie stand es wirklich um die römische Hygiene? Hierbei wurde sehr schnell klar: anders als es das Nicht-Vorhandensein o.g. Gegebenheiten vermuten lassen würde, legten die Römer sehr viel Wert auf Sauberkeit und gute Gerüche. So schrieb schon Ovid vor ca. 2000 Jahren: „Ich beginne mit der Körperpflege. Aus gepflegten Trauben kommt guter Wein.“ Wenn auch sehr blumig ausgedrückt, macht das Zitat von Ovid eines klar: Das Bild des stinkenden, ungepflegten Römers ist definitiv falsch!

Während des Besuchs unserer Partnerschulen in Morbach (17.-24.01.2026) gingen wir gemeinsam auf Erkundungstour, um (noch) mehr über die Hygiene bei den Römern herauszufinden und mit unseren heutigen Hygienestandards zu vergleichen. Durch eine Kooperation mit dem Belginum erhielten wir tiefe Einblicke in das Leben in einer antiken Kleinstadt und erfuhren, dass es auch schon damals sehr wohl Möglichkeiten für eine gute Körperhygiene und ausgefallene Stylings gab: so nutzten die Römer zum Zähneputzen Reibsteine, zum Stylen der Haare heißes Metall und Kämme und zum Färben der Haare verschiedenen Mischungen aus Naturmaterialien.
Darüber hinaus besuchten wir Trier als bedeutende römische Stadt der Region und erhielten viele Informationen über die Hygiene insbesondere in den Thermen. Neben der offensichtlichen Möglichkeit des Reinigens mit Wasser lag der Schwerpunkt im Besuch von Räumen, die mit einer heutigen Sauna verglichen werden können. Dort gab es zum Erstaunen der SchülerInnen auch schon vor über 2000 Jahren Angebote diverser Dienstleister der Körperpflege, die es auch heute noch gibt: Friseure, Masseure oder Enthaarer.

Wenn die Römer also nicht gestunken haben, was hat sie dann gut riechen lassen? Hierzu haben wir herausgefunden, dass sie Parfum nutzten. Somit lag ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit in der Fragestellung, wie römische Parfums gerochen haben und hergestellt worden sind. Damit haben wir uns bereits vor dem Besuch in der wöchentlich stattfindenden AG beschäftigt und festgestellt, dass die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist. Denn: Parfumrezepte wurden in der Regel nicht notiert – eben ein Betriebsgeheimnis! Und in Fundstücken sind die Flüssigkeiten über die Jahrtausende nicht so gut erhalten geblieben, dass eine zweifelsfreie Analyse der Parfumbestandteile möglich ist. Allerdings ist mittlerweile durch einen Fund beispielsweise die Nutzung von Patschuli belegt. Aber auch das liefert nur einen Eindruck, denn ein Parfum allein lässt nicht auf den generellen Geruch von Römern schließen. Also versuchten wir uns an experimenteller Arbeit von Historikern. Wir lasen Bücher antiker Schriftsteller, um einen Eindruck über wohlriechende Gerüche zu erhalten. Wir recherchierten, welche Pflanzen in der Antike bereits bekannt waren. Danach probierten wir die Herstellung von Parfum nach antikem Vorbild einmal selbst. Welche Geruchskombinationen kamen bei uns gut an? All das glichen wir mit römischen Texten ab. Das Ergebnis: In den 2000 Jahren hat sich wenig am Empfinden für gute Gerüche geändert. Und wie die Experimente mit den Partnerschulen zeigten, bestehen auch kaum Unterschiede zwischen den Regionen: was hier gut riecht, riecht auch dort gut und was hier stinkt…

Wir sind schon gespannt, was wir im weiteren Verlauf des Schuljahres noch entdecken und welche Einblicke uns die Besuche bei den Partnerschulen in Carcassonne und Sofia noch liefern werden.

Fertig sind wir mit unseren Recherchen und experimentellen Arbeiten aber noch lange nicht. Denn ein besonderes Highlight steht uns noch als Abschluss des diesjährigen Erasmus+ Projektes bevor: Wir werden unsere Gesamtergebnisse am Ende des Jahres in einer Ausstellung im Belginum präsentieren, um auch anderen Interessierten die unter den Fingernägeln brennende Frage zu beantworten: Wie rochen eigentlich die Römer?

Jugend trainiert für Olympia – Gerätturnen

Wettkampf III (1) | 11. Februar | Wolfstein

Am 11. Februar nahm die Mannschaft der IGS Morbach am Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia im Gerätturnen (Wettkampf III (1)) in Wolfstein teil. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle trat das Team motiviert und gut vorbereitet an.

Insgesamt gingen fünf Mannschaften an den Start. Unter der Leitung von Katja Gerhardt überzeugten die Morbacher Turnerinnen am Sprung, Boden und Stufenbarren mit sauberen und konzentrierten Übungen. Am Schwebebalken mussten sie jedoch einige Unsicherheiten hinnehmen, die sich im Endergebnis bemerkbar machten.

Am Ende belegte die IGS Morbach einen respektablen vierten Platz – knapp am Podium vorbei. Ein Auftritt, der Respekt verdient hat.

Ein besonderer Dank gilt der Schulleitung für die Unterstützung der Teilnahme sowie den Trainerinnen Emma Otten und Mona Weyand, die ihre Erfahrung an die Schülerinnen weitergaben. Ebenso bedankt sich die Mannschaft beim TV 09 Morbach für die Bereitstellung der Vereinstrikots und die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein.

Nicht zuletzt war der Einsatz der Kampfrichterinnen entscheidend, da ohne ausreichende Wertungsrichterinnen der Wettkampf nicht hätte stattfinden können.

Auch wenn es diesmal nicht für einen Platz auf dem Treppchen reichte, kann die Mannschaft mit ihrer geschlossenen Teamleistung zufrieden sein.

Es turnten: Ayleen Moseler, Lenja, Schabbach, Louisa Martini, Luisa Schäfer und Teresa Heib. Mia Altmeyer fiel leider krankheitsbedingt aus.

Bemerkenswerter Erfolg bei Jugend forscht 2026

Die Stiftung Jugend forscht e.V. veranstaltet jedes Jahr einen der prestigeträchtigsten Wettbewerbe für junge Nachwuchsforscher mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt.

Mit großer Freude können wir verkünden, dass auch die IGS Morbach dank der Teilnahme von Jonas Tüpke (Klasse 9a) beim diesjährigen Wettbewerb vertreten war. Das Jonas ein besonderes Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern vorweist hat er bereits durch vielfältige Teilnahme an den anderen MINT-Angeboten unserer Schule wie beispielsweise der Makerspace-AG unter Beweis gestellt. Da war es nur logisch, dass er sein privates Interesse an der Entomologie (Insektenkunde) nun auch endlich einem breiteren Publikum präsentieren wollte.

Mit seiner Forschungsarbeit „Auswirkungen von Temperatur auf die Lebensweise und das Verhalten der messor capitatus“ widmete er seine Aufmerksamkeit der Lebensweise der in Nordamerika und Südeuropa beheimateten Ameisenart. Im Zuge einer mehrwöchigen Praxisuntersuchung konnte er somit interessante Untersuchungsergebnisse in seiner Ausarbeitung dokumentieren.

Dies blieb nicht unbemerkt, sodass er zum Regionalwettbewerb von Jugend forscht an der Hochschule Trier zum 06.02.2026 eingeladen wurde. Dort belegte Jonas einen hochverdienten 3. Platz in der Kategorie Biologie und konnte sich damit für seine Arbeit belohnen. Jedoch wurde dem Forschungsdrang von Jonas noch lange nicht Genüge getan, denn gleich nach der Preisverleihung kündigte er postwendend an, auch in den kommenden Jahren noch zahlreiche Ideen für weitere Forschungsarbeiten zu haben. Die IGS Morbach gratuliert Jonas herzlich zu dem bemerkenswerten Erfolg und hofft auch in den kommenden Jahren auf weitere Teilnahmen bei Jugend forscht!

 

Erinnern, um zu handeln – Holocaust-Gedenktag am 27.01.2026

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss gelernt, gelebt und immer wieder verteidigt werden. Gerade junge Menschen sollen verstehen, wie zerbrechlich demokratische Werte sind – und welche Folgen es haben kann, wenn Ausgrenzung, Hass und Gleichgültigkeit die Oberhand gewinnen. Demokratiebildung an Schulen bedeutet deshalb auch, sich der Geschichte zu stellen und aus ihr Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft abzuleiten. Der 27. Januar, der internationale Holocaust-Gedenktag, erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 sowie an die Millionen Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Dieser Tag mahnt uns, nicht zu vergessen.

In diesem Jahr erhielt der Musik-Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 die besondere Gelegenheit, online an einem Zeitzeugengespräch mit Ruth Melcer teilzunehmen. Insgesamt waren rund 5100 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland zugeschaltet. Im Vorfeld konnten Schülerinnen und Schüler Fragen einreichen, die von der Moderatorin behutsam in das Gespräch eingebunden wurden.

Ruth Melcer berichtete von ihrem Leben als jüdisches Kind während der Zeit des Nationalsozialismus – von Ausgrenzung, Hunger, Angst und unvorstellbarem Leid. Ihr Vater war Wollhändler. Als sie vier Jahre alt war, marschierten deutsche Truppen in ihre Heimatstadt ein. Die jüdische Bevölkerung wurde in einem abgegrenzten Stadtteil zusammengepfercht, entrechtet und später deportiert. Ruth Melcer und ihre Familie wurden in verschiedene Lager verschleppt und schließlich nach Auschwitz gebracht.

Dass sie Auschwitz überlebte, verdankte sie mehrfachem, unglaublichem Glück und einem verzweifelten Akt ihrer Mutter: Statt ihres tatsächlichen Alters von acht Jahren gab sie Ruth als zwölfjährig aus. Kinder hatten in Auschwitz keine Überlebenschance. Ihr sechsjähriger Bruder wurde erschossen, weil er zu jung war. Diese Schilderung erschütterte die Schülerinnen und Schüler besonders. Viele gaben im Anschluss zurück, wie sehr sie dieses Schicksal mitgenommen habe, vor allem diejenigen, die selbst jüngere Geschwister haben. Trotz all dieser unvorstellbaren Widrigkeiten erzählte Ruth, dass ihre Mutter sich ihren Humor bewahrt habe, was ihnen Kraft gegeben und wesentlich dazu beigetragen habe, diese furchtbare Zeit zu überstehen.

Eine Frage lautete, wie sie sich im Konzentrationslager gefühlt habe. Ruth Melcer antwortete mit wenigen, eindringlichen Worten. Sie habe damals vor allem Hunger und Angst gespürt. Für andere Gefühle sei kein Platz gewesen, alles andere habe sie verdrängen müssen, um zu überleben. Gerade diese schlichte, beinahe nüchterne Antwort machte das Ausmaß des Erlebten für viele besonders begreifbar.

Ein besonders stiller und emotionaler Moment entstand, als Schülerinnen und Schüler nach den Menschenversuchen von Dr. Mengele fragten. Ruth Melcer bestätigte, dass sie im Nachhinein von anderen Häftlingen erfahren habe, was dort geschehen sei. Sie weigerte sich jedoch, darüber zu berichten, denn es sei so schrecklich gewesen, dass sie nicht erzählen könne. Mit Tränen in den Augen schwieg sie. In diesem Moment hatten nicht nur sie, sondern auch die Moderatorin und viele der Anwesenden Tränen in den Augen. Auch die rund 5000 zugeschalteten Schülerinnen und Schüler wurden Zeugen dieser bewegenden Stille.

Trotz all des erlittenen Leids richtete Ruth Melcer eine klare Botschaft an die jungen Menschen: Macht euch Gedanken. Seid wachsam. Überlegt genau, wen ihr wählt. Demokratie beginne damit, Verantwortung zu übernehmen und nicht wegzusehen.

Das Zeitzeugengespräch hinterließ einen tiefen Eindruck. Eine Schülerin brachte es so auf den Punkt:„Es war mir eine Ehre, diese Geschichte von Ruth Melcer selbst erfahren zu haben.“

Der Holocaust-Gedenktag ist mehr als ein Rückblick in die Vergangenheit. Er ist eine eindringliche Warnung an uns alle – und ein Auftrag, alles dafür zu tun, dass sich das, was Ruth Melcer und Millionen andere Menschen erleiden mussten, niemals wiederholt.