Ein historisch und politisch äußerst bedeutsames Thema stand im Zentrum eines eindrucksvollen Zeitzeugengesprächs im NS-Dokumentationszentrum München, an dem die Schülerinnen und Schüler der MSS 12 im Rahmen ihrer Kursfahrt teilnahmen. Die Veranstaltung bot eine besondere Gelegenheit, Geschichte nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern sie durch persönliche Berichte unmittelbar und eindrücklich zu erleben.
Das Zentrum organisiert regelmäßig Begegnungen mit Überlebenden des Nationalsozialismus sowie Gespräche mit Nachkommen von NS-Tätern. In diesem Zusammenhang hatten die Schülerinnen und Schüler der IGS Morbach die Möglichkeit, mit Jens-Jürgen Ventzki, einem Nachfahren eines NS-Täters, ins Gespräch zu kommen.
Seine eindringlichen und persönlichen Schilderungen machten deutlich, wie intensiv und herausfordernd die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte sein kann. Eine Schülerin beschrieb ihre Eindrücke folgendermaßen:
„Es war erschreckend und beeindruckend zugleich, als er erzählte, wie er später Beweise dafür fand, welche Verbrechen sein Vater begangen hat.“
Die offenen und bewegenden Einblicke verdeutlichten, wie komplex und belastend die Aufarbeitung der Vergangenheit ist. Zugleich wurde spürbar, wie wichtig es bleibt, sich dieser Verantwortung zu stellen und Erinnerung aktiv zu gestalten.
Im Anschluss an das Gespräch nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. In der offenen Fragerunde wurde sehr persönlich und reflektiert geantwortet, was den Austausch zusätzlich vertiefte und nachhaltig prägte.
Die Veranstaltung hinterließ bei allen Teilnehmenden einen bleibenden Eindruck und unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung historisch-politischer Bildung für unsere Gegenwart und Zukunft.













