„Karneval der Tiere“ – Aufführung der Klasse 5a im Altenheim Morbach

Unter der Leitung von Frau Kronenberger entstand im Musikunterricht der Klasse 5a die Idee, Camille Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern auch öffentlich aufzuführen. Als sich mit Frau Hehn eine engagierte Kunstlehrerin fand, nahm das Projekt weiter Gestalt an: Mit viel Kreativität und Geduld bastelte sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern passende Tiermasken für die Aufführung.

Jede der elf Tiergruppen, u.a. Löwen, Hühner, Esel, Schildkröten oder Elefanten, wurde von drei Kindern dargestellt. Zunächst beschäftigte sich die Klasse intensiv mit dem Komponisten Camille Saint-Saëns, hörte, wie die Tiere im Werk musikalisch umgesetzt werden, und sammelte Ideen für die eigene Darstellung. Jedes Tier wurde dabei ganz unterschiedlich interpretiert, teils mit verschiedenen Instrumenten und musikalischen Charakteren. Anhand der Hörbeispiele entwickelten die Kinder passende Bewegungen. So krochen die Schildkröten beispielsweise bewusst in Zeitlupe, obwohl die Musik überraschend schnell war.

Gemeinsam mit Frau Kronenberger wurden die Bewegungen weiter ausgearbeitet und schließlich mit den fertig gebastelten Masken einstudiert. Die Kinder gaben sich dabei große Mühe und waren mit viel Begeisterung dabei. Parallel dazu stellte Frau Kronenberger den Kontakt zum Altenheim in Morbach her. Die Räumlichkeiten in der Kapelle eigneten sich hervorragend für den Auftritt der Klasse und boten auch rollstuhlfahrenden Besucherinnen und Besuchern ausreichend Platz.

Am Tag der Aufführung zeigten die Kinder ein vorbildliches Benehmen. Die Begrüßung übernahm Frau Kronenberger gemeinsam mit der Klasse, bei der jedes Kind ein Wort des Begrüßungssatzes sprach, sodass gemeinsam eine persönliche Willkommensbotschaft entstand.

Ein wichtiger Gedanke des Projekts war es, Jung und Alt zusammenzubringen. Die Kinder sollten erleben, dass jeder Mensch einmal alt wird, und gleichzeitig Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenheims aufbauen. Vor jedem neuen Tier erklärte Frau Kronenberger, was als Nächstes folgt, und bezog die älteren Menschen aktiv mit ein, etwa mit Fragen wie: „Wie empfinden Sie dieses Tier?“

Ein besonderer Moment war der Auszug der Kinder aus der Kapelle: Sie verließen den Raum durch die hintere Tür und kamen durch die vordere wieder herein, was für Abwechslung und Staunen sorgte. Am Ende gab es einen gemeinsamen Abschluss, der mit viel Applaus belohnt wurde.

Bereits im Vorfeld hatten die Kinder ein Aquarium gebastelt, das den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenheims geschenkt wurde. Die gebastelten Fische tragen die Namen der Schülerinnen und Schüler. Ein besonderer Dank gilt hierbei Herrn Boemer, der den Bau des Aquariums unterstützte. Ein weiterer Dank geht an Frau Thees, die während der Aufführung zahlreiche schöne Momente fotografisch festhielt.

Viele Kinder entschieden sich außerdem, ihre Masken an die Bewohnerinnen und Bewohner zu verschenken. Besonders berührend war der Moment, als ein blinder Bewohner eine Maske zum Fühlen geschenkt bekam.

Das Altenheim bedankte sich herzlich für den gelungenen Vormittag und äußerte ausdrücklich den Wunsch, dass die Klasse noch einmal wiederkommen möge. In einer anschließenden Reflexion im Unterricht wurde den Kindern bewusst, welch großes Geschenk ihr Auftritt für die älteren Menschen gewesen war und wie viel Freude sie selbst dabei erlebt hatten.