Ein informativer Elternabend mit nachhaltiger Wirkung

Ein informativer Elternabend mit nachhaltiger Wirkung
PK‘in Casparby und PK Donell sensibilisieren Eltern zum Thema Cybergrooming und verbotene Inhalte im Netz

Der Elternabend (Klassenstufe 6) an der IGS Morbach war mit knapp 50 Eltern gut besucht. Unter dem Titel „Wo hört der Spaß auf? Wo fangen Straftaten an?“ informierten zwei erfahrene Polizeibeamte der PI Morbach bzw. der Präventionsstelle in Trier die Anwesenden über die gefährlichen Entwicklungen im Internet.

Mit einer Mischung aus Fachwissen, anschaulichen Beispielen und einer offenen, respektvollen Ansprache gelang es den beiden Beamten, die Eltern über 1,5 Stunden zu fesseln.

Cybergrooming verständlich erklärt

Ein Schwerpunkt des Abends lag auf dem Thema Cybergrooming – dem gezielten Ansprechen Minderjähriger durch Erwachsene mit sexuellen Absichten. PK’in Casparby stellte typische Strategien der Täter vor und zeigte anhand einiger kurzer Videosequenzen und realer, anonymisierter Fälle, wie schnell Jugendliche in gefährliche Situationen geraten können, und verdeutlichte, wie subtil und manipulativ Täter vorgehen.

Eltern erhielten konkrete Hinweise, welche Warnsignale sie erkennen können, wie sie mit ihren Kindern über Onlinekontakte sprechen sollten und welche technischen Schutzmöglichkeiten in der eigenen Bildergalerie sinnvoll sind. Dabei betonten die Beamten immer wieder, Handys und Apps nicht aus Furcht vor möglichen Gefahren per se zu verteufeln, sondern dass es darum gehe die Kinder bei dem Weg in den sozialen Medien zu begleiten und sich zum Beispiel Spiele und Apps gemeinsam anzuschauen.

Verbotene Inhalte im Netz – was Eltern wissen müssen

Im zweiten Teil des Abends ging es um strafbare Inhalte im Internet – darunter Gewalt- und Extremismusdarstellungen sowie kinderpornografisches Material. Die Beamten machten deutlich, dass nicht nur das Erstellen und Weiterleiten solcher Inhalte strafbar ist, sondern auch das reine Besitzen von bestimmten Inhalten schon unter Strafe stehen kann.

Viele Eltern zeigten sich überrascht, wie leicht Jugendliche unbeabsichtigt mit problematischen Inhalten in Berührung kommen können – sei es über Messenger Gruppen, Social Media oder vermeintlich harmlose Links.

Mit ihrem gelungenen Vortrag haben die beiden Polizeibeamten ein wichtiges Signal gesetzt: Aufklärung ist der beste Schutz – und sie beginnt zu Hause, unterstützt durch die Lehrkräfte an der IGS und kompetente Partner wie die Polizei.