Projekte

Jugend debattiert – was ist das eigentlich?

jugend_debattiertJugend debattiert ist ein bundesweiter Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, der an sehr vielen Schulen im Land sowie bundesweit durchgeführt wird.

Debattieren bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, zu einer strittigen Frage aus dem aktuellen schulischen oder politischen Bereich sich eine Meinung zu bilden. Eine solche Streitfrage kann z.B. lauten: Sollen Lehrer von ihren Schülern bewertet werden?
Die Schülerinnen und Schüler lernen gute Argumente zu finden, Kritik überzeugend vorzutragen, vor Publikum frei  zu sprechen und nach fest vorgegebenen Regeln zu debattieren.
Die Schüler verbessern nicht nur ihre Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit, sondern stärken durch Recherche-Übungen auch ihre Sachkenntnis und Überzeugungskraft.
Im anschließenden Wettbewerb gilt es, die neu erworbenen Kompetenzen unter fairen Regeln einzusetzen.  Zunächst werden in jedem Jahrgang die Klassensieger ermittelt. Diese treten dann in einem Schulwettbewerb gegeneinander an. Die Sieger unserer Schule nehmen am Regionalentscheid in Hermeskeil teil, wo sie dann gegen die Schulsieger anderer Schulen unserer Region debattieren.
In den letzten Jahren fand Jugend debattiert in Form einer Projektwoche aller 9.-Klässler Anfang Januar statt.  Seit dem Schuljahr 2013/14 wird es jeden Dienstag für alle Neuner neben LEMO als eigenständiges Fach unterrichtet.

Suchtprävention

Bei der Arbeit hinsichtlich der Suchtprävention steht das soziale Lernen im Vordergrund. Dabei ist die Thematik der Suchtprävention sehr weit reichend: Von der Sucht nach Zigaretten oder Alkohol über die Zuckersucht bis hin zur Sucht nach verschiedenen Medien. Emotional besetzte Wertem, wie Autonomie, Kreativität, Konfliktfähigkeit, Menschlichkeit, Toleranz und auch Hilfsbereitschaft spielen in hier eine große Rolle.Innerhalb des Faches Lern- und Lebenskompetenzen (LLK), welches in den Klassenstufen 5 und 6 unterrichtet wird, werden im Rahmen des Programms „Erwachsen werden“ bereits präventive Inhalte vermittelt. Hier spielt es eine große Rolle, die Kinder an kritisches Denken und die eigene Meinungsbildung heranzuführen. Auch der so genannte Klassenrat und der Morgenkreis bieten in diesen Klassenstufen Raum zur Klassengesprächen über die Lernatmosphäre, möglichen Konflikten und deren Bewältigung sowie des Zusammenhalts innerhalb der Klassengemeinschaft und auch der gesamten Schule, aber auch die Stärkung des Selbstbewusstseins jedes Einzelnen spielen ein große Rolle.

In der 7. Klassenstufe soll gemäß dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ vor allem auch die Teamfähigkeit gefördert werden. Hierzu bieten sich erlebnispädagogische Aspekte sehr gut an. Im Rahmen des Klassenbesuchs eines Hochseilgartens können positive Grenzerfahrungen erlebt werden, die sowohl dem Selbstvertrauen jedes einzelnen Kindes, als auch des Teamzusammenhalts dienlich sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen hierbei sich selbst, aber auch anderen etwas zuzutrauen und zu vertrauen. Außerdem sollen hier auch die Angebote der Polizei zu verschiedenen Themen der Suchtprävention in Klassen oder auch Stufenveranstaltungen genutzt werden. In der Klassenstufe 8 ist die Zusammenarbeit mit der Caritas vorgesehen, die ebenfalls zu den unterschiedlichen Aspekten der Thematik klassen-, als auch stufenweise genutzt werden kann.

In den Klassenstufen 9 und 10 spielt auch die gezielte Information zu den verschiedenen Suchtmitteln eine bedeutende Rolle, so stehen im Rahmen der Aktion „Glasklar“ bzw. „bunt statt blau“ der DAK (www.dak.de) oder auch zahlreiche Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de) zur Verfügung. Im Rahmen der Prävention hinsichtlich der Nutzung von MP3-Player und ähnlichem sollen Hörtests den Schülerinnen und Schülern dieser Klassenstufen ein Gefühl dafür geben, wie sie verantwortungsvoll mit ihrem Hörorgan umgehen sollten (www.ritter-hoergeraete.de/morbach). über die Institution „SEKIS Trier“ werden auch verschiedene Personen eingeladen, welche aus eigener Erfahrung sprechen und den Schülerinnen und Schülern Fragen aus „erster Hand“ beantworten können.
Des Weiteren wird im Rahmen von Elternabenden über die einzelnen Themen der Suchtprävention informiert. In näherer Zukunft wird auch eine Sprechstunde zur Suchtprävention für eingerichtet. Diese wird für Schüler, Eltern und Lehrer offen stehen.

Die zeitgemäße Sucht- und Drogenprävention geht davon aus, dass es derzeit keine geschlossene, widerspruchsfreie Theorie zur Thematik gibt, die der Vielfalt und Komplexität menschlicher Lebensbedingungen gerecht werden könnte. Es gehen seelische, körperliche und auch soziale Ursachen voraus. Mit den präventiven Maßnahmen, die die IGS Morbach für ihre Schülerinnen und Schüler vorsieht, soll der Aufgabe der Suchtvorbeugung als pädagogischer Auftrag, der im Schulgesetz unter dem § 1 Abs. 1 festgeschrieben ist Rechnung getragen werden und die Kinder bei ihrer Entwicklung bestmöglichst zu begleiten und Ihnen Lebenskompetenzen zu vermitteln. Für die Präventionsarbeit ist die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ein wichtiges Fundament.

Weitere Informationen zum Thema Suchtprävention finden Sie hier:

UNESCO-Projektschule

Logo Unseco-Projekt-SchulenEngagement für eine Kultur des Friedens, für den Schutz der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung und für einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich – für diese Leitgedanken stehen UNESCO-Projektschulen. Weltweit sind 8.600 Schulen aus 180 Ländern ein Teil dieses internationalen Netzwerkes. Ziel der IGS Morbach ist es, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden, zu der auch 190 deutsche Schulen zählen.

UNESCO-Projektschulen fördern Begegnungen, gemeinsame Projekte, Partnerschaften und Austauschprojekte mit Schulen in anderen Ländern. UNESCO-Projektschulen sind offene Schulen – offen für neue Ideen, Konzepte und Vorschläge. Dabei spielt die Kooperation mit anderen Schulen, Einrichtungen und interessierten Personen eine große Rolle. Wie eine solche Kooperation aussehen kann, wurde bereits durch das im Rahmen der Projektwoche durchgeführte Projekt „Wie geht’s denn zu in Afrika?“ verdeutlicht: Das afrikanische Land Mali wurde von Schülern der Orientierungsstufe mit Unterstützung der Mali-Hilfe e.V. erkundet.

Momentan ist unsere Schule noch eine „Interessierte UNESCO-Projektschule“: Wir arbeiten auf freiwilliger Basis im regionalen Netzwerk mit, nehmen an Tagungen teil, erarbeiten Projekte und dokumentieren unsere Aktivitäten. Es wird mindestens noch drei Jahre dauern, bis wir den Status „Anerkannte UNESCO-Projektschule“ erhalten werden. Die Zukunft braucht handlungsfähige, autonome und weltoffene Menschen – die Grundsteine für diese Kompetenzen können bereits in der Schule gelegt werden.

Weitere Informationen
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Stillarbeitsraum

Konzept Stillarbeitsraum

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in diesem Konzept nur die männliche Form (Lehrer, Schüler) verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.

1. Pädagogisches Konzept/Leitgedanken

Der Stillarbeitsraum soll während des gesamten Vormittages eine pädagogische Maßnahme bieten, um allen Schülern ein ungestörtes Lernen zu ermöglichen. Infolgedessen kann der Raum in mehrerer Hinsicht genutzt werden:

1. Er soll Schüler aufnehmen, die in einer Unterrichtsstunde aus verschiedenen Gründen im Klassenverband nicht effektiv lernen können. Dies können beispielsweise Schüler mit Konzentrationsstörungen (Bsp. ADS) sein, die mit dem Arbeiten in der Großgruppe überfordert sind. Für sie kann dieser Bereich eine Art Rückzugsraum darstellen, in dem sie sich leichter konzentrieren können, da keine Störfaktoren vorhanden sind.

2. Es soll ein Raum sein, der störende Schüler aufnimmt, die sich nicht an die Klassenregeln halten und sich und andere zu stark vom Lernen ablenken.

3. Der Stillarbeitsraum kann auch genutzt werden, wenn ein Schüler vom weiteren Unterricht des Vormittages ausgeschlossen wird (z.B. aufgrund körperlicher Aggressivität) und die Eltern nicht erreicht werden können.

4. Außerdem können Schüler im Stillarbeitsraum Klassenarbeiten ungestört nachschreiben.

Der Stillarbeitsraum soll den Schülern die Möglichkeit bieten, zur Ruhe zu kommen und somit eine Grundlage für das weitere Lernen schaffen. Er soll also einen anderen äußeren Rahmen für das Lernen und Arbeiten bieten.

Die Schüler begeben sich mit einem Arbeitsauftrag, welcher vom jeweiligen Fachlehrer gestellt wird, und ihren Arbeitsmaterialien in den Stillarbeitsraum. In der Regel sollte dieser Arbeitsauftrag die normalen Arbeitsaufträge des Unterrichts umfassen. Die mitgegebene Arbeit sollte erledigt sein, wenn das Kind den Stillarbeitsraum verlässt. Was in der Stunde nicht geschafft wurde, muss zuhause nachgearbeitet werden.

Pädagogische Gespräche, wie früher im Trainingsraum, finden keine mehr statt. Hier haben die Erfahrungen gezeigt, dass die Gespräche von Schülerseite nicht gern angenommen wurden und oftmals nur oberflächlich verlaufen sind. Ein tiefgründiges Nachdenken über das Fehlverhalten und eine Verhaltensänderung haben nur selten stattgefunden.

Der Verweis in den Stillarbeitsraum ist in erster Linie nicht als Strafe gedacht. Der jeweilige Lehrer bzw. Klassenlehrer entscheidet nach seinem pädagogischen Ermessen, wann ein Kind in den Stillarbeitsraum verwiesen wird und wann ggf. im Anschluss weitere Maßnahmen folgen und eine Information der Eltern stattfindet.

Dieses Konzept soll die Möglichkeit bieten, Probleme einzelner Schüler frühzeitig zu erkennen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Hierbei sollten bei umfangreicheren Schwierigkeiten Gespräche mit der Stufenleitung und ggf. den Förderlehrern oder der Schulsozialarbeiterin erfolgen.

Stillarbeitsraum PPP

Mali-Hilfe

Wie geht’s denn zu in Afrika?

Tolle Kooperation zwischen der Mali-Hilfe e.V. und der IGS Morbach

Herr Lakami Maguiraga aus Mali besucht Schülerfirma

Vom 09. bis zum 11. März erkundeten elf interessierte Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe zusammen mit der Lehrerin Alexandra Schröder-Eibes das afrikanische Land Mali mit allen Sinnen.

Als erstes mussten sie erst einmal auf dem Globus das Land finden. Dass es drei Mal so groß ist wie Deutschland, aber nur 14,5 Mio Einwohner hat, beeindruckte viele. Welche Farben hat die Flagge? Welche Sprache sprechen die Eingeborenen bzw. welche Sprache ist die Amtssprache? Die wichtigsten Fragen der Jugendlichen wurden am ersten Tag beantwortet.

Als wichtiger Experte stand uns Herr Brucker von der Mali-Hilfe e.V. zur Seite.
Dafür ein herzliches Dankeschön!

mali-hilfe-02

Durch ihn lernten alle Mädchen und Jungen viele Informationen über Afrika mit Kopf, Herz und Hand.

Wie fühlt sich eine echte Schlangenhaut an? Was bedeutet das Wort „Mali“ in der Eingeborenensprache Bambara eigentlich? Welche Töne kann man der „Sprechenden Trommel“ entlocken? Wie schmeckt selbst gekochte Hirse und Erdnusssoße? All diese Fragen wurden in den drei Projekttagen lebendig erlebt und beantwortet.

Besonders faszinierend war der Besuch im Mali-Haus in Longkamp, durch das uns Herr Brucker führte. Um die wichtigsten und teilweise auch überraschenden Informationen zu bündeln erstellten die Jugendliche verschiedene Brettspiele rund um das afrikanische Land Mali. Ein Spiel wurde dem Mali-Haus geschenkt.

Am Samstag (12.03.2011) gab es in den Räumen der IGS-Morbach eine tolle Präsentation unseres Projektes „Wie geht`s denn zu in Afrika?“. Durch viele fleißige Helferin (auch aus den 9. Klassen) kam die tolle Spendensumme von 110,00 Euro zusammen. Die Projektteilnehmer verkauften zum Erhalt des Mali-Hauses Originalschmuck aus dem afrikanischen Land von über 300,00 Euro.

Hier können Sie sich weitere Informationen als PDF runterladen

Schülerfirma

Ansprechpartnerin: Frau Petra Priestersbach
Homepage unserer Schülerfirmen: www.igs-schoolandcompany.de
Träger: Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, JUNIOR gGmbH

Praxis ganz nah erleben

Am Beispiel an unseren Schülerfirmen.

In Schülerfirmen entwickeln und erlernen junge Menschen Eigeninitiative, Handlungs- und Entscheidungskompetenz, Flexibilität, Teamgeist und wirtschaftliches Denken. Das ist ökonomische Bildung zum Anfassen und stärkt die Persönlichkeit. In unseren Schülerfirmen wird man mit vielen Dingen konfrontiert. Neben einem ganz normalen Arbeitsablauf wie in einem Unternehmen (Buchhaltung, Warenwirtschaft, Verkauf, Lohnzahlungen usw.) werden Fortbildungen durch die Sparkasse (Finanzangelegenheiten), Schuldnerberatung (Diakonie) sowie von der Verbraucherzentrale (Versicherung) durchgeführt. Das ist Teil unseres Themenblocks: „Fit für die Wirtschaft“.

Genauso wichtig ist es den Kontakt zur „Außerschulischen Welt“ aufzubauen. Kontakt zu Unternehmen, Politikern oder Radiosendern und Zeitungsredakteuren ermöglichen dem Schüler über den Tellerrand Schule hinauszuschauen.

Die Teilnahme an Wettbewerben oder an einer Schülerfirmenmesse machen nicht nur Spaß sondern fordern einen zum Wettbewerb auf und ermöglichen von der Planung bis zur Ausführung mit seinen Talenten und Fähigkeiten sich im Team einbringen zu können und so zum Erfolg beizutragen.

Wirtschaft kann Spaß machen!

Wirtschaft ist ein spannendes Thema, für das sich immer mehr Schülerinnen und Schüler interessieren. Wer frühzeitig lernt, was sich hinter Begriffen wie Bilanz, Gewinn oder Marketing verbirgt, weiß schneller, worauf es in der Wirtschaft ankommt. JUNIOR steht für nachhaltige ökonomische Bildung.
Die Junior-Programme bieten Schülern die Möglichkeit, für ein Schuljahr ein eigenes Schülerunternehmen zu gründen. Neben Materialien, die zur Verfügung gestellt werden, berät und betreut die Geschäftsstelle die Schülerfirmen, organisiert Veranstaltungen und vermittelt Kontakte zu Unternehmen und Schulen in ganz Europa.

In einem Schülerunternehmen sollen Jugendliche so früh wie möglich an „Wirtschaftspraxis“ herangeführt werden.

Es ist für Jugendliche eine Herausforderung, sich auf die Anforderungen im Beruf schon während der Schulzeit vorzubereiten. In Schülerfirmen haben junge Menschen die Möglichkeit, Kernkompetenzen wie Eigeninitiative und Teamfähigkeit zu erwerben und Zusammenhänge der sozialen Marktwirtschaft realitätsnah kennen zu lernen.

Der Spaß an ihren Unternehmen geht zudem einher mit der Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für den Stellenwert schulischer Bildung, die sie auf diesem Wege als eine wichtige Voraussetzung für einen künftigen erfolgreichen Start in das Berufsleben erfahren. Es sind also viele Gründe, die zum wachsenden Interesse an Schülerfirmen führen.