Suchtprävention

Bei der Arbeit hinsichtlich der Suchtprävention steht das soziale Lernen im Vordergrund. Dabei ist die Thematik der Suchtprävention sehr weit reichend: Von der Sucht nach Zigaretten oder Alkohol über die Zuckersucht bis hin zur Sucht nach verschiedenen Medien. Emotional besetzte Wertem, wie Autonomie, Kreativität, Konfliktfähigkeit, Menschlichkeit, Toleranz und auch Hilfsbereitschaft spielen in hier eine große Rolle.Innerhalb des Faches Lern- und Lebenskompetenzen (LLK), welches in den Klassenstufen 5 und 6 unterrichtet wird, werden im Rahmen des Programms „Erwachsen werden“ bereits präventive Inhalte vermittelt. Hier spielt es eine große Rolle, die Kinder an kritisches Denken und die eigene Meinungsbildung heranzuführen. Auch der so genannte Klassenrat und der Morgenkreis bieten in diesen Klassenstufen Raum zur Klassengesprächen über die Lernatmosphäre, möglichen Konflikten und deren Bewältigung sowie des Zusammenhalts innerhalb der Klassengemeinschaft und auch der gesamten Schule, aber auch die Stärkung des Selbstbewusstseins jedes Einzelnen spielen ein große Rolle.

In der 7. Klassenstufe soll gemäß dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ vor allem auch die Teamfähigkeit gefördert werden. Hierzu bieten sich erlebnispädagogische Aspekte sehr gut an. Im Rahmen des Klassenbesuchs eines Hochseilgartens können positive Grenzerfahrungen erlebt werden, die sowohl dem Selbstvertrauen jedes einzelnen Kindes, als auch des Teamzusammenhalts dienlich sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen hierbei sich selbst, aber auch anderen etwas zuzutrauen und zu vertrauen. Außerdem sollen hier auch die Angebote der Polizei zu verschiedenen Themen der Suchtprävention in Klassen oder auch Stufenveranstaltungen genutzt werden. In der Klassenstufe 8 ist die Zusammenarbeit mit der Caritas vorgesehen, die ebenfalls zu den unterschiedlichen Aspekten der Thematik klassen-, als auch stufenweise genutzt werden kann.

In den Klassenstufen 9 und 10 spielt auch die gezielte Information zu den verschiedenen Suchtmitteln eine bedeutende Rolle, so stehen im Rahmen der Aktion „Glasklar“ bzw. „bunt statt blau“ der DAK (www.dak.de) oder auch zahlreiche Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de) zur Verfügung. Im Rahmen der Prävention hinsichtlich der Nutzung von MP3-Player und ähnlichem sollen Hörtests den Schülerinnen und Schülern dieser Klassenstufen ein Gefühl dafür geben, wie sie verantwortungsvoll mit ihrem Hörorgan umgehen sollten (www.ritter-hoergeraete.de/morbach). über die Institution „SEKIS Trier“ werden auch verschiedene Personen eingeladen, welche aus eigener Erfahrung sprechen und den Schülerinnen und Schülern Fragen aus „erster Hand“ beantworten können.
Des Weiteren wird im Rahmen von Elternabenden über die einzelnen Themen der Suchtprävention informiert. In näherer Zukunft wird auch eine Sprechstunde zur Suchtprävention für eingerichtet. Diese wird für Schüler, Eltern und Lehrer offen stehen.

Die zeitgemäße Sucht- und Drogenprävention geht davon aus, dass es derzeit keine geschlossene, widerspruchsfreie Theorie zur Thematik gibt, die der Vielfalt und Komplexität menschlicher Lebensbedingungen gerecht werden könnte. Es gehen seelische, körperliche und auch soziale Ursachen voraus. Mit den präventiven Maßnahmen, die die IGS Morbach für ihre Schülerinnen und Schüler vorsieht, soll der Aufgabe der Suchtvorbeugung als pädagogischer Auftrag, der im Schulgesetz unter dem § 1 Abs. 1 festgeschrieben ist Rechnung getragen werden und die Kinder bei ihrer Entwicklung bestmöglichst zu begleiten und Ihnen Lebenskompetenzen zu vermitteln. Für die Präventionsarbeit ist die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ein wichtiges Fundament.

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