Schüler der IGS Morbach treten in die Pedale für ihre Partnerschule in Mali

Ein schweres Unwetter hat das Schulnetzwerk der Partnerschule Gymnasium Bambougou N’Dji in Markala (Mali) zerstört und eine Reparatur kann sich die Schule dort aus eigener Kraft nicht leisten. Sportlehrer Oliver Haus und elf Schüler aus den Klassenstufen 8 und 9 gewannen Unternehmen in der Umgebung von Morbach als Sponsoren für ihr Vorhaben, die Partnerschule zu unterstützen.
Nachdem die eigenen Räder im Vorfeld der Tour von Keller Rad & Sport umsonst gewartet worden waren, galt es, pro Tag bei großer Hitze eine Strecke von etwa 30 km zurückzulegen.
Ziele waren u.a.der Erbeskopf, die Strecke Gonzerath, Longkamp, Kommen, Wederath, Hinzerath und am 3. Tag mit 700 Höhenmetern fuhr die Gruppe von Morbach über Bischofsdhron, Bruchweiler, Kempfeld, Sensweiler, Langweiler wieder zurück. Für die Getränke sorgte die Firma Schwollener Sprudel GmbH  & Co. KG., Obst und Fitnessriegel steuerte REWE Morbach bei, die Funktions T-Shirts wurden von Sirona Sports Club, Keller Rad & Sport und Ausdauerteam.de Morbach gesponsert.
Insgesamt konnte das Team eine Summe von über 700 € zusammentragen, wobei der neue Caterer der IGS Morbach, die Firma”Sander Catering GmbH”, eine größere Summe beisteuerte. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die diese Aktion unterstützt haben.
Weitere Informationen zur finanziellen Unterstützung findet man unter der Projektnummer 15599 der Aktion “Meine Hilfe zählt”.

Man kann fühlen, wie kostbar die Sehnsucht ist, wie kostbar der Mensch.

Aufführung von Theater-Schülern der IGS Morbach bewegt die Zuschauer

Koffer gepackt und überlebt?Montag Abend, Baldenauhalle, Morbach. Ich komme direkt von der Arbeit, bin eigentlich zu müde zum Denken. Ich bekomme eine orange markierte Wäscheklammer am Eingang. Ich verstehe nicht, was ich damit machen soll, muss zweimal nachfragen. Links an der Kleidung befestigen. Aha.

KLAMMER Auf einmal werden wir sortiert. Die mit der grünen Klammer folgen bitte hier nach links, die mit Orange hier nach rechts. Was gibt das? Ich bin doch müde. Ich mag keine Publikumsbeteiligungsspielchen. Aber auf einmal bin ich aussortiert. Getrennt von meinem Mann. Der hat grün. Auf einmal bin ich einer Gruppe mit anderen Orangen, mit denen ich nichts zu tun habe. Soll etwas machen, was ich nicht will. Nach rechts gehen. Leiste Folge obwohl ich nicht will. FÜHLE: So geht: über ein willkürliches Merkmal definiert werden. So geht: zur Gruppe gemacht werden. So geht: getrennt werden. Zwei lächerliche Minuten lang. Keinerlei Gefahr besteht, es ist 2014, nicht 1939. Aber ich hab‘s GEFÜHLT.
KOFFER Da stehen alle auf der Bühne, jeder mit seinem Koffer. Draußen im Foyer waren alte Koffer aufgebaut, mit ein paar alten Sachen drin, Kleider, eine Puppe, eine Kinderzeichnung. Eine persönlich gehaltene Buchvorstellung, ein Brief an die Buchfigur, die jeder spielt. Ich lese die Geschichten, bemerke den Dialog zwischen Spielenden und Figur. Kann ich Du werden? Antwortest Du mir? Kann ich Dich spüren? Wie kann ich Dich wieder abstreifen, wieder Ich werden? Versuche mir die Geschichten zu merken, klappt nicht, ist auch völlig überflüssig. Wie sie da stehen, auf der Bühne, mit ihren Koffern. Mit ihrem Satz. Ich bin….Hana und male gerne…16 Jahre alt ….und spiele Klavier. Wie sie diesen Koffer umklammern. Etwas, das Bedeutung für meine Identität hat. Mich ausmacht. Ich bin… Wie wenig das wird, wenn es in einen Fluchtkoffer passen soll. Wie wichtig das wenige wird, was mich dann noch ausmacht. Was ich festhalte, dem Aussortiertsein, zur Gruppe gemacht werden, der gestreiften Kleidung, der Ent-Individualisierung entgegensetze. Mein rosa Kaninchen. Ich bin….orange.

Das geht so nah. Nichts ist vorgefertigt, also kann ich nichts vorhersehen. Kann mich nicht distanzieren, so… Anne Frank, achja, hab ich auch gelesen, weiß Bescheid. Ich muss mit allen Poren offen bleiben. Ein neues Bild, ein neuer Klang, ein neuer Einfall. Mutter sind Viele. Koffer wird Versteck. Wird Drohkulisse. Alles dringt mir durch die Poren, spinnt sich fort in meinem Inneren. Schnipsel von Geschichten, Schnipsel von Individualität. Ja, wie der kleine Fotoausriss im Eingangsvideo, der da zärtlich ans Herz gepresst wird. Einzigartig, jemandem unendlich kostbar, vergangen.

Und dann, in all dem Schmerz, taucht dieses Lied auf der Bühne auf. Irgendwo, irgendwann, gibt’s ein bisschen Seligkeit… die Sehnsucht, die Hoffnung, der Glaube an Leben, an Zukunft, an die Seligkeit… Das ist herzzerrreißender als alles vorher, herzzerreißender als schreckliche Geschichten, schreckliche Zahlen es sein könnten. Weil man FÜHLEN kann, wie kostbar diese Sehnsucht ist, wie kostbar der Mensch. Jeder Mensch. Der, auch wenn seine Individualität auf einen Koffer reduziert wird, der, auch wenn ihm dieser Koffer genommen wird, hofft, glaubt, singt. Diese Spannung ist kaum zu ertragen, diese Zartheit, Kostbarkeit ZUGLEICH mit dem Entsetzen. Das Wasser schießt mir in die Augen. Ich stelle mir vor, dass Ihr diese Spannung haltet, einfach immer weiter singt, bis wir mitsummen, mitsingen, einfach immer weiter. Noch jetzt kann ich es hören, wie es summt. DANKE!
(Gedanken der Zuschauerin Maria Jekeli-Halstein)

Unsere Klassenfahrt nach Speyer

7b KlassenfahrtWir, die Klasse 7b, verbrachten Ende Mai zusammen mit Frau Mitsch und Frau Schmitt einige Tage in Speyer. Unsere Klassenfahrt war insgesamt sehr schön.
Kurz nach der Ankunft in der Jugendherberge erkundeten wir gemeinsam das Gelände und entdeckten einen künstlich angelegten Strand direkt am Rhein, wo wir uns kurz entspannten und das schöne Wetter genossen. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es ins Technikmuseum. Dort gab es viele interessante Dinge und wir konnten uns auch noch einen spannenden IMAX-Film ansehen. Abends wurden wir von einem Stadtführer abgeholt, der uns Speyer zeigte und mit dem wir einen ‚Kriminalfall’ lösten.
Am zweiten Tag gingen wir voller Vorfreude in die Stadt shoppen. Viele kamen mit vollen Einkaufstüten zurück zum Treffpunkt J Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Hochseilgarten. Nach einer kurzen Einführungsrunde konnten wir dann schließlich loslegen und die verschiedenen Stationen ausprobieren. Hier haben einige auch ihre Höhenangst verloren. Abends haben wir uns gegenseitig umgestylt und machten noch eine Disco. Manche hatten sich wirklich sehr verändert, das war echt lustig!
Am letzten Tag machten wir unsere Zimmer sauber und gingen wieder kurz in die Stadt, wo wir noch ein leckeres Eis oder einen Döner gegessen haben.
Vor dem Dom haben wir noch ein gemeinsames Foto gemacht.
Mascha, Angelina und Svea: „Wir fanden die Klassenfahrt sehr gut.“
Karim und Tom: „Das Technikmuseum war interessant und lustig.“
Jona und Janina: „Uns hat der Kletterwald am besten gefallen, weil man dort bis an seine Grenzen gehen konnte.“

Erfolgreich mit der Fledermaus

Schülerfirma im Rathaus
Das Team der Morbacher Schülerfirma Vespertilio freut sich zusammen mit Schulleiter Stefan Philippi (links), Bürgermeister Andreas Hackethal (stehend, Vierter von links) und Kinderbuchautor Stefan Gemmel (Mitte, schwarzes Jackett) über die Auszeichnungen für seinen Kinderreiseführer. TV-Foto: Christoph Strouvelle

Morbach.
Die Schülerfirma Vespertilio der Morbacher Integrierten Gesamtschule (IGS) sammelt einen Preis nach dem anderen. Die Nachricht von der neuesten Auszeichnung hat die Jungen und Mädchen von Vespertilio in der vergangenen Woche erreicht. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich hat die Schülerfirma bei der Vergabe des Kulturpreises 2014 mit dem Projektsonderpreis ausgezeichnet, der mit 800 Euro dotiert ist. Die Vergabe erfolgt voraussichtlich im November 2014 im Moselkino in Bernkastel-Kues. Der Gewinn von 800 Euro soll für neue Projekte der Schülerfirma verwendet werden. Vorher hatten die Schüler bereits den dritten Preis beim Landeswettbewerb des Instituts deutsche Wirtschaft gewonnen. Beim Bundesschülerfirmencontest des privaten Unternehmen Müller Medien haben die Morbacher Schüler gar den zweiten Preis unter mehr als 250 teilnehmenden Schülerfirmen abgesahnt, freut sich Petra Melzer-Priestersbach. Sie betreut die Schülerfirma, die den Kinderreiseführer “Mit Fridolin auf Entdeckertour” herausgebracht hat. “Wir freuen uns unheimlich über die Auszeichnungen”, sagt Melzer-Priestersbach. Aufgrund der starken Nachfrage folgte auf die erste Auflage von 500 Reiseführern eine zweite Auflage mit 300 Exemplaren. Zu Beginn des Projektes hatten die zehn Schüler im Alter von dreizehn und vierzehn Jahren bei der Suche nach einem marktfähigen Produkt die Idee gehabt, einen Hunsrück-Reiseführer für Kinder zu entwickeln. Darin stellt eine Fledermaus namens Fridolin den Kindern lohnenswerte Ausflugsziele im Hunsrück vor. Dazu gehören beispielsweise die Morbacher Museen und das Naherholungsgebiet Ortelsbruch, aber auch Ziele außerhalb der Einheitsgemeinde wie die Edelstein-Erlebniswelt in Idar-Oberstein oder das Schieferbergwerk in Fell. Unterstützt wurden die Schüler der IGS von dem aus Morbach stammenden Kinderbuchautor Stefan Gemmel und zahlreichen Morbacher Unternehmen. cst

Extra
Die Ganztagsschüler der IGS Morbach können ein Thema auswählen. Im Schwerpunkt Wirtschaft oder B@IT (Berufsvorbereitung und Informationstechnologie) lernen die Schüler Grundzüge des Wirtschaftslebens. Wie funktioniert ein Bankkonto? Wie fülle ich eine Überweisung aus? Anschließend gründen die Schüler eine Schulfirma und versuchen, eine Wirtschaftsidee zu vermarkten. cst

Lesetipp “Als wir Nora verstecken mussten” von Peter Morgenroth

1m Als wir Nora verstecken mussten P1070081Das Buch “Als wir Nora verstecken mussten“ von Peter Morgenroth finde ich sehr schön, da man liest, was Freundschaft, Familie und Mut zum „Nein“-Sagen wirklich bedeuten, und dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält. Meine Meinung ist sehr positiv und es lohnt sich das Buch zu lesen.
Das Buch handelt von einer wahren Geschichte. Anton (12) erfährt durch den Brief und die Erzählungen seiner Großmutter viel über ihr Leben, wie sie ihre Freundin Nora einige Zeit verstecken musste und wie die Großmutter von Nazis eingesperrt wurde, als sie so jung war wie Anton. Durch die berührende Geschichte vom Leben seiner Großmutter findet Anton zurück in sein eigenes Leben und zu neuer Anerkennung.
Ich empfehle das Buch, weil es sehr berührend ist. Im Gegensatz zu manchen anderen Büchern aus der Zeit, in der Juden vieles Schlimmes erleben mussten, liest man in diesem Buch, wie stark eine Freundschaft ist. Man darf den Mut nie verlieren und muss kämpfen für das, was einem wichtig ist. Man liest aber auch, wie schmerzhaft es für die Familie ist, wenn sie voneinander getrennt wird. Vor allem für Leser, die etwas über diese Zeit lesen wollen, ist das Buch von Peter Morgenroth super geeignet. (Nadja Krzensk  DST 8)